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Sonntag, 11. August 2013

Anreise



Um nach Island zu kommen, haben wir uns für den Landweg entschieden. Das ist zwar genau so weit, dauert jedoch etwas länger als mit dem Flieger. Das ist nicht schlimm, sondern im Gegenteil: Es ist bereits ein Teil unseres Urlaubs. Die erste Etappe führte uns 450 km bis Radeberg in meine Heimatstadt, dann ging es 400 km weiter bis Hannover, von dort waren es 614 km nach Aalborg und dann schließlich noch einmal 60 km zur Fähre nach Hirtshals.

Und so gestaltete sich unsere Anreise bis zur Fähre:
 Nach tagelangem Sonnenschein hat es sich heute (am 9.8. 2013) so richtig eingeregnet. Das hat den Vorteil, dass ich mich während meiner Abwesenheit nicht so sehr um die zurückgelassenen Blumen sorgen muss. Allerdings war es nicht so schön, um das Auto zu beladen:


Immerhin hat alles hineingepasst.
Nach dem gemütlichen Frühstück ging es heute bis nach Radeberg. Das sind zwar nur 450 km und wir wären auch locker zum Kaffe da gewesen, aber das hat heute nicht geklappt. Schuld daran waren nicht nur das miese Wetter sondern auch die vielen Umleitungen und Baustellen. Die Null im Display ist die aktuelle Reisegeschwindigkeit.

Trotz allem haben wir unser Tagesziel erreicht und statt Kaffee gab es halt ein leckeres Abendessen mit Mangold aus eigener Ernte von Muttis Garten. Diese nehmen wir nämlich noch mit auf unsere Reise. Zu Ihrem 70.Geburtstag haben wir ihr dies zum Geschenk gemacht und sie hat sich sehr gefreut, noch einmal mit uns so eine Reise zu machen.

Jetzt ist auch die Dachbox auf unserem Auto. Das war allerdings gar nicht so einfach:  Es gibt mehrere Arten so eine Box auf dem Auto zu befestigen.  Die Billigversion seht ihr hier:


Das war der Test für die Notlösung, denn mit Dachbox hat unser Auto  eine lichte Höhe von 1, 89 m und die Fähre haben wir nur für ein Auto mit einer Höhe von 1,90 m gebucht (da wir zu dem Zeitpunkt nur zu dritt waren und die Box noch nicht eingeplant hatten). Die elegantere Lösung, die wir während der Reise nutzen, hat dann natürlich auch Dachträger und wird dadurch noch etwas höher.
Bei dieser Montageprobe gab es auch noch eine kleine Übung mit einem Zurrrrrgurt, die wir nach längerem Kampf dann Gott sei Dank gewonnen haben. Jetzt war noch Zeit, ein wenig die Stadt des guten Bieres zu erkunden. Und ein Geheimtipp ist nicht das Bier, sondern der Radeberger Bitterlikör. Müsst Ihr unbedingt mal probieren.


Von Radeberg an einem Tag bis an den äußersten Zipfel von Dänemark zu fahren, wäre uns zu anstrengend gewesen und so machten wir mehrmals Station auf unserem Weg. Das erste Mal bei Martin, einem Bruder von Joachim, bei dem wir in Haldensleben zum Kaffee waren. (Und wo ich endlich mal die Chance hatte, ins Internet zu kommen) und dann bei Felicitas und Lothar in Hannover, die sich über ein Wiedersehen nach langen Jahren freuten und bei denen wir einen ausgedehnten Spaziergang durch die herbstliche Natur machten:  


Hier blieben wir eine Nacht und wir wären gern noch länger geblieben, da es viel zu erzählen gab und die beiden uns so gastlich aufgenommen hatten, aber die Fähre wartet nicht. Und so nahmen wir am nächsten Morgen wieder Abschied in der Hoffnung, uns bald einmal wieder zu sehen.


Weiter ging es am nächsten Tag bis Aalborg. Mit 614 km war das die längste Anreiseetappe, daher sind wir auch beizeiten aufgebrochen. Wir hatten Glück, denn der Stau vor dem Elbtunnel ist ausgeblieben:


So blieb sogar noch Zeit für einen Stopp in Tarp, einer ehemaligen Wirkungsstätte von Monika und für einen Bummel durch Flensburg.
Da hatten wir die Hälfte der Strecke für diesen Tag bereits geschafft und von da an ging es bei Wolken und Sonnenschein weiter durch Dänemark. Da saß dann Bärbel am Steuer und so konnte ich die Landschaft genießen und den Regenbogen fotografieren. 

Der Regenbogen, schon vor über 3000 Jahren als Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen gedeutet, war dann für uns die Verheißung, dass ein wunderschöner Urlaub vor uns liegt.

In Aalborg übernachteten wir in der Jugendherberge, was uns gleich das Gefühl gab, mind. 20 Jahre jünger zu sein. Immerhin gab es noch einmal einen Internetzugang bevor wir im Funkloch auf dem Meer verschwanden. Bis Hirtshals, wo unsere Fähre ablegte, waren es dann noch mal 60 km, die wir einen Tag später am Morgen zurücklegten. Wir waren gut in der Zeit und somit gleich unter den Ersten, die voll Sehnsucht die Fähre erwarteten. 11:30 Uhr war die geplante Abfahrt und ca. 2 Stunden vorher traf die Fähre im Hafen ein.