Seiten

Samstag, 24. August 2013

24.8. Hraunfossar Wasserfall 145 km



Islands größte Heißwasserquelle war heute das erste Reiseziel. Sie heißt „Deildartunghver“ und liefert pro Minute 180 Liter kochend heißes Wasser. Energie, die u.a. nebenan zum Heizen der Gewächshäuser genutzt wird. Daher konnten wir gleich eine Tüte Tomaten für 100 Kronen an einem Selbstbedienungsstand mitnehmen.


Auf dem Weg zu den Hraunfossar Wasserfällen machten wir einen Zwischenstopp im Reykholt. Während Monika sich im Museum über Snorri Sturluson informierte, der im 13.Jh. die Edda geschrieben hat, nutzte ich die Chance eines freien Internet-Zuganges, um meinen blog zu aktualisieren. Bis zu den Wasserfällen war es nicht mehr weit und wir waren fasziniert, wie eine ganze Serie von kleinen Wasserfällen geheimnisvoll aus dem Lavagestein heraustrat. Hier verbrachten wir eine ganze Weile, um dieses Naturschauspiel auf uns wirken zu lassen.


Monika hatte irgendwo gelesen, dass es in der Nähe auch Lava-Höhlen zu besichtigen gibt, und so machten wir uns auf die Suche und begaben uns ein Stück über die Schotterpiste ins Hochland. Nach einigen Kilometern erreichten wir dann die Höhlen von Surtshellier. Die Wolken hingen tief und versuchten die Erde zu berühren und wir wanderten bei kaltem Wind über das Lavafeld und bestaunten die Höhlen.



23.8. Bierquelle 352 km



Klingt komisch – ist aber so: die Quelle, an der wir heute vorbeikamen, hat den Namen „Ölkelda“, was wörtlich übersetzt „Bierquelle“ bedeutet. Das Hinweisschild an der Straße entdeckten wir leicht, die Quelle jedoch haben wir dann aber erst einmal eine Weile zwischen einigen Bauernhöfen suchen müssen. Schließlich fanden wir einen kleinen Hahn auf einer Wiese und auch die entsprechende Hinweistafel dazu. Leider kam aus dem Hahn doch kein Bier, was hier im Lande sehr verwunderlich wäre, denn das einheimische Bier hat nur 2,25 % Alkohol, kostete aber schon einmal das Doppelte wie bei uns. Was aus dem Hahn kam, war prickelndes Mineralwasser und wahrscheinlich haben die Isländer bei dem Prickeln der Kohlensäure schon an Bier gedacht.



Unser Weg führte uns heute über die Snaefellsnes-Halbinsel und der nächste Stopp war in Budir an der Atlantikküste.



Hier machten wir einen kleinen Spatziergang am Strand durch roten Muschelsand zwischen schwarzen Basaltgestein, bevor wir zu den Basaltfelsen von Arnastapi kamen. 



 Es war gigantisch zu beobachten, wie das Meer gegen die Basaltsäulen brandete und dabei oft meterhoch spritze. Im Basalt waren Höhlen in denen das Wasser dieses Schauspiele vollbrachte und wir schauten von oben zu.
Dann ging es weiter um den Snaefellsjökull herum (Das Wetter war heut leider nicht so schön und so hat Monika bei ihrem Schlaf im Auto nicht allzu viel verpasst. Spannend wird es für mich erst, wenn Bärbel fährt und Joachim als Beifahrer mit seiner Sehbehinderung auf der Karte den Weg sucht).

Ein Zufalls-stopp auf einem Rastplatz offenbarte sich als Glückstreffer, denn als wir hier ein Stück in die Natur liefen (während Monika im Auto weiter schlief) standen wir plötzlich vor diesem Wasserfall:



22.8. Reykjavik 155 km



Heute war wieder Quartierwechsel angesagt. Unsere Reise führte uns weiter auf der Insel in Richtung Westen. Dabei passierten wir die Hauptstadt, der wir einen kurzen Besuch abstatteten.


In dieser kleinen Großstadt lebt der größte Teil der Menschen von Island. Ein hübsches Zentrum mit Kaffees, Bars und Läden für Touristen. Überrascht war ich vom Inneren der Hallgrimskirche, die von außen einer Reihe Basaltsäulen nachempfunden ist.


Unser neues Quartier für die nächsten drei Nächte hat einen traumhaften Ausblick von der Terasse und Monika beobachtet, wie die Wolken mit den Bergen kommunizieren. Es ist gleich 22.00 Uhr und langsam wird es schon dunkel. Zeit für den gemeinsamen Tagesausklang im hot pot. (der hier ständig mit 40 Grad befüllt wird).