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Mittwoch, 21. August 2013

21.8. Regentag



Der Himmel ist grau, draußen pfeift der Wind, die Zweige der Bäume werden hin- und hergepeitscht und der Regen zieht waagerecht vor dem Fenster vorbei. Wie schön, dass wir heute einen Ruhetag eingeplant haben. So komme ich endlich dazu, die letzten Tagebucheintragungen nachzuholen und schon mal auf der Karte zu schauen, wo uns der Weg in den nächsten Tagen hinführen wird.
Ich genieße die Ruhe in unserem Traumhaus während die anderen in die Hauptstadt zum Schoppen gefahren sind.  




Am Meisten genieße ich es, ohne Radio und Fernseher zu sein. Die Musik kommt von Draußen: Regentropfen trommeln auf das Dach und den Blick in die Weite habe ich aus dem Haus in alle 4 Himmelsrichtungen.

Jetzt werde ich mich über das schmutzige Geschirr hermachen und Spülen. Das kalte Wasser kann man bedenkenlos trinken, aber wenn ich warmes Wasser aufdrehe, verbreitet sich im Raum ein Schwefelgeruch. Das hat was.  ;-)  
Morgen wechseln wir die Unterkunft und ich hoffe, dass die neue Herberge auch mit einem Internetzugang ausgestattet ist. - Sonst melde ich mich später wieder.

20.8. Geysier 230 km



Wenn ich am Morgen aufstehe, ist die Sonne schon lange vor mir wach. (das ist meistens so) Und obwohl sie erst gegen 22.00 Uhr untergeht, sind die Tage viel zu kurz, um alles zu sehen und genießen, was uns begegnet. Auf dem heutigen Programm standen als erstes Pingvellier:



Danach ging es nach Geysier um den Strokkur zu beobachten. Strokkur ist der kleine Bruder vom Geysier, der im Gegensatz zu ihm noch aktiv ist und in Abständen von 5 Minuten eine Fontäne in die Höhe spritzt.


Bei diesem Schauspiel waren wir leider nicht allein zugegen, denn die Touristen kommen nicht nur mit Autos, sondern auch mit Reisebussen zu diesem Naturschauspiel. So wurden wir vor unserem Auto mit Augsburger Kennzeichen auch freundlich von Leuten aus der Heimat angesprochen, die auf einer Kreuzfahrt unterwegs sind und einen Busausflug von Reykjavik hierher gemacht haben. Im Gegensatz zu uns waren sie an den Zeitplan gefesselt und mussten gleich in den Bus steigen, der sie zurück zum Hafen bringt.
Wir lassen uns Zeit und fahren weiter zum nächsten Highlight, dem mächtigen Gullfoss. Hier mussten wir etwas warten, bis die Wolken dann endlich die Sonne freigaben und wir den Regenbogen über dem Wasserfall sehen konnten.


Auf dem Rückweg kamen wir dann noch an einem kleinen Explosionskrater vorbei.


Und nach dem Abendessen stiegen wir gegen 10.00 Uhr, nachdem der Vollmond aufgegangen war, wieder in unseren hot pot auf der Terasse.


   

19.8. Blaue Lagune 290 km





Dass es in der Erde blubbert wie dicker Brei im Kochtopf konnten wir heute live und in Farbe erleben, denn heute besuchten wir Reykjanes, die "Rauchhalbinsel". An vielen Stellen dampft und zischt es hier aus der Erde. Hier ist auch die Nahtstelle der beiden Kontinentalplatten von Amerika und Eurasien. So waren wir am gleichen Tag in Europa und Amerika.


Gleich in der Nähe von den Klippen von Reykjanesviti hatten wir einen herrlichen Ausblick auf den Atlantischen Ozean:


Weiter ging es dann zur Blauen Lagune, der wir nur einen kurzen Besuch abstatteten.  Der Eintritt kostet hier 40 Euro pro Person und das hätte sich für eine Stunde nicht gelohnt. Auch von außen konnten wir ein wenig blaues Wasser sehen.


Da wir nicht in der blauen Lagune baden waren, haben wir nach der heutigen Tour den hot pot an unserem Ferienhaus gefüllt: Eine übergroße Wanne auf der Terasse. Heißes Wasser gibt es hier zum Nulltarif allerdings dauerte die Befüllung fast eine Stunde (d.h. das Wasser läuft gerade, während ich im warmen Haus sitze und Tagebuch schreibe. Wenn ich aufschaue, sehe ich durch die vielen Fenster eine schöne Abendstimmung mit verschiedenen Wolken über dem Meer und die Zweige der Bäume werden vom Wind hin und her geschüttelt).Dann ging es ab in den hot pot.  :-)


Im warmen Wasser warteten wir bis der Vollmond ums Haus schaute und am nächsten Tag hatten wir vom Schwefelwasser eine ganz glatte Haut.
So lässt es sich leben.