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Dienstag, 20. August 2013

18.8. Hveragerthi 390 km



Auf der heutigen Tour in unser neues Quartier haben wir viel erlebt: 
den schwarzen Strand von Reynishverfi, die Basaltformationen am Strand von Dyrholaey, den 60 Meter hohen Skogarfoss, den Eyjafjallajökull und den Seljalandsfoss. Aber der Reihe nach. 


Zunächst  überquerten wir die Gletscherabflüsse des Vatnajökull auf der unendlich langen Brücke, die wir gestern von oben gesehen hatten.
Da ich nicht selbst gefahren bin, konnte ich während der Fahrt ein paar Fotos von den wunderschönen Eldhraun Lavafeldern machen, die wir im Anschluss durchquerten.
 


Als nächstes erreichten  wir den Basaltstrand von Reynishverfi. Völlig ungewohnt gibt es keinen weißen Sand sondern schwarzen. Das hat auch den Japanern gefallen:



Noch spannender war es jedoch zu sehen, wenn das Meer plötzlich weiter als gedacht an Land kam und die Füße der Touristen umspülte.


Der nächste Stopp war am südlichsten Punkt der Insel bei den Basaltformationen am Strand von Dyrholaey, die z.T über 100 Meter hoch sind:


Dann ging es weiter auf der Ringstraße vorbei an vielen Wasserfällen. Etwas genauer angesehen haben wir uns den Skogarfoss, der sich auf 25 Meter Breite 60 Meter in die Tiefe stürz.


Einen kleinen Zwischenstopp machten wir später bei dem Vulkan, der vor nicht all zu langer Zeit den Flugverkehr mehrere Tage zum Erliegen gebracht hatte und an den wir denken, wenn wir Island hören. Wie hieß er gleich noch mal? Richtig: Eyjafjallajökull. In eienm kleinen Museum kann man den Ausbruch noch enmal nacherleben. (leider reichte dafür bei uns die Zeit nicht mehr)


Denn einen Wasserfall wollten wir noch besichtigen, den Seljalandsfoss



Das Besondere hier ist es, dass man hinter den Wasserfall gehen kann. Das sieht dann so aus:



Unser neues Quartier haben wir ziemlich schnell gefunden, da die Wegbeschreibung gut passte. Und wir hatten endlich wieder einen Internetzugang, nachdem wir tagelang von der Außenwelt abgeschnitten waren. Super, denn jetzt kann ich endlich meinen Blog weiterschreiben, habe ich gedacht.  Aber das war ein Irrtum, denn Google hat natürlich sofort festgestellt, dass ich nicht wie gewohnt daheim in meinem Arbeitszimmer sitze, sondern dass ich mich von einem anderen Teil der Welt einloggen möchte und will daher eine zusätzliche Sicherheitsabfrage per Telefon. Da es gleich wieder Mitternacht war, hatte ich das erst mal verschoben.

17.8. Jökulsarlon Gletschersee 170 km



Vorsorglich habe ich heute meine go-pro-Kamera nicht mehr eingeschaltet. Die Gegend ist einfach zu schön und ich hätte nachher zu viele Bilder und wüsste gar nicht, welche ich loschen sollte. So versuchte ich mich drauf zu beschränken, während der Fahrt nur „mit den Augen zu fotografieren und mit Herzen zu entwickeln“ was gar nicht so einfach war. Die unendlich weite Landschaft ist einfach traumhaft schön.
Am heutigen Tag fuhren wir am Vatnajökull, dem größten Gletscher der Insel entlang. Immer wieder sahen wir die Gletscherzungen, die sich von oben kommend fast bis ans Meer erstreckten. Der erste (Foto)stopp war am Gletschersee Jökulsarlon, in dem mehrere kleine Eisberge schwammen.



Da die Gegend so fantastisch ist, diente sie in mehreren Filmen (James Bond, Tomb Raider, Batman) als Kulisse. Wer Zeit hat, kann mit Amphibienfahrzeugen eine Fahrt auf der Gletscherlagune machen.



Weiter ging es dann zum Skaftafell-Nationalpark:

 


Dieser Nationalpark wurde 1967 eingerichtet. Vom Skaftafell Visitor-Center  ging es dann zu Fuß weiter zum Svatifoss, dem "Schwarzen Fall". Dies ist ein Wasserfall der in einen Kessel aus schwarzem Säulenbasalt stüzt:


Der Weg führte uns weiter zu einer kleinen Anhöhe, von wo wir den Blick hinauf zum Gletscher und zurück ins Tal genießen konnten. Wenn ihr genau hinschaut, könnt ihr im Hintergrund die Brücke sehen, die die weite Schwemmlandebene überspannt. Mehrere Schmelzwasserflüsse durchziehen die Sandfläche wie unzählige Adern und gäbe es die Brücke nicht, müssten wir um die ganze Insel fahren, um auf die andere Seite zu gelangen.



Von der Anhöhe ging es zurück zum Visitor-Center und mit Joachim versuchte ich noch etwas näher an die Gletscherzunge heranzukommen.


 

16.8. Höfn 120 km



Der Blick vom Frühstückstisch aus dem Fenster sagt mir, dass ich im Urlaub bin: Ich sehe einen Wasserfall der von den Bergen stürzt und mich in die Natur einlädt. Dieser Tag wird ein ruhiger Tag. Nach dem Frühstück fahren wir noch einmal zurück in die nächste Ortschaft nach Höfn. Das sind über 50 Kilometer. Dazwischen gibt es nur Natur und manchmal ein paar kleine Höfe.  Da wir Zeit haben, machen wir ein paar Fotostopps. Allerdings ist das meist nur auf den wenigen Parkplätzen möglich, da es neben der Straße gleich abschüssig ins Gelände geht.


Schafe haben hier Vorfahrt:


Das Wetter ist schön und wir entdecken heute die Gletscherzungen, die sich von den Bergen herabschlängeln. Gestern hingen die Wolken so tief, bzw. war das Wetter so schlecht, dass wir sie nicht bemerkt hatten.

 
Der Name der Stadt Höfn kommt von Hafen. Die Stadt hat etwa 1700 Einwohner und ist Ausgangspunkt für die Erkundung des Vatnajökull-Gletscher. In Höfn war für uns die nächste Einkaufsmöglichkeit und so kauften wir noch Brot für den bzw. die nächsten Tage und nahmen noch Kuchen für Monika mit, die im Quartier geblieben war. Nach dem gemeinsamen Kaffee schauten wir uns dann den Wasserfall vor unserer Haustüre an und wanderten dann am Flussbett (das uns an die Wadis im Sinai erinnerte) noch bis zum Meer.


Unterwegs entdeckte ich dann, wo die weißen Wollteilchen herkamen, die hier ab und zu herumlagen: